Geschichte

Gulf Coast Visitor Center

Das Besucherzentrum des Everglades National Park befindet sich auf der State Road 29 in Everglades City.

Für manch einen beginnt die Geschichte Floridas mit Walt Disney und Micky Maus. Interessanterweise lassen sich menschliche Spuren aber bereits seit mindestens 12.000 Jahren nachweisen. Die Wissenschaft vermutet, dass die indianischen Ureinwohner nach der letzten Eiszeit von Nordasien über die seinerzeit noch existierende Bering-Landbrücke nach Nordamerika vordrangen und hier unterschiedliche Kulturen entwickelten. Erforscht wurden Funde wie Tonscherben, Kupfer und Eisenerz und Bestattungshügel, so genannte Mounds. Im frühen 16. Jahrhundert lebten circa 100.000 Indianer in Florida. Die Südwestküste war das Territorium der kriegerischen Calusa und Seminolen, die vom Fischen und der Jagd lebten. In den darauf folgenden 200 Jahren wurde die indianische Bevölkerung durch die in die Neue Welt vordringenden Spanier, Franzosen und Engländer dezimiert.

In Südwestflorida fand 1877 die erste große Besiedelung statt. Hamilton Disston aus Philadelphia kaufte damals einen rund 300 km langen Küstenabschnitt am Golf von Mexiko vom Staat Florida. Wohlhabende Geschäftsleute brachten mit ihren Winterdomizilen einen ersten Aufschwung. 1922 kaufte der Millionär Barron Gift Collier (Namensgeber des Countys) weiteres Land und baute den Tamiami Trail (Tampa-Miami-Trail) durch die Everglades, der 1928 eingeweiht wurde. Damit gelang der Anschluss von Naples an Miami. Langsam entwickelte sich Naples vom einstigen Fischerdorf zum mondänen Winterdomizil. 1960 wurde ein Großteil der Region durch den Hurrikan Donna vernichtet. Dank Versicherungsgeldern und Neuaufbau kam es danach zu einem deutlichen Aufschwung.

Naples

Einen beeindruckenden Einblick über die Geschichte der Region erhält man im Collier County Museum in Naples. Das Museum zeigt die Region vor über 10,000 Jahren als Mammuts und Bisons zu den Einwohnern gehörten. Auch über die Natives, die Calusa und Seminolen gibt es vieles zu erfahren. Weiterhin in Naples zu besichtigen ist die Palm Cottage, das älteste Haus in Naples. 1895 wurde es aus Mörtel, Lehm, Muscheln und Sand erbaut. 1996 wurde es für mehr als $300,000 restauriert und ist heute Schauplatz der Naples Historical Society und deren Kunstsammlung.

Marco Island

Gerade Marco Island zählt für Archäologen auf Grund zahlreicher Ausgrabungen zu den wichtigsten Fundorten frühamerikanischer Zivilisation von vor über 3.000 Jahren. Unzählige Funde wie Grabhügel, alte Häfen, historische Gebäude und Wachtürme lassen sich bis heute besichtigen und laden zu einer Spurensuche in die Vergangenheit ein. Sie gehören zu den bedeutendsten Ausgrabungsstätten in ganz Nord Amerika.

Im bunten Viertel um Olde Marco findet man heute das Marco Island Historical Museum, welches die Geschichte der Insel erzählt, sowie Kunstgegenstände der Calusa Indianer ausstellt. In 1896 entdeckte der Archäologe und Ethnologe Frank Hamilton Cushing die bekannte Key Marco Cat. Ein Duplikat ist im Marco Island Historical Museum zu finden, das Original steht heute im Smithsonian Institut in Washington D.C.

Everglades City

Everglades City, früher ebenfalls von Calusa Indianern bevölkert, wurde erst 1868 von den ersten sesshaften Siedlern gegründet. Im Jahre 1889 kaufte George Storter aus Alabama die Region für 800 USD. Über Jahrzehnte blieb die kleine Stadt ein Fischerdorf, bis sie vom Bau des Tamiami Trails profitierte. Everglades City war außerdem Sitz des Collier County. Erst nach dem Hurrikan Donna wurde dieser nach Naples verlegt.  

Das Museum of the Everglades bietet einen guten Eindruck über die Geschichte der Everglades, wie unter anderem der Bau des Tamiami Trail in den frühren 1920ern.

Während einer Fahrt auf dem Tamiami Trail, ist ein lohnenswerter Stopp das Ochopee Post Office, das kleinste Postamt der USA.

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